Elfe



Wales

Sonntag, 11.02.2007: Ankunft in Newport
Nachdem Sabine am Samstag im Schneesturm tapfer durch Newport gestapft war und ein warmes, trockenes Hotel gefunden hat, das sie dann als Ersatz fuer ein kaltes, feuchtes Hinterzimmer bezogen hat, kam Nicole bei trockenem, warmen Wetter in Newport an und fand nur noch einige wenige Schneespuren. Und eine Sabine, die hoch und heilig beteuerte, dass es WIRKLICH geschneit und gestuermt hatte und kalt gewesen war am Samstag.
Newport sah auf Anhieb sympathisch, aber langweilig aus, und dieser Eindruck hat sich im Laufe der Woche bestaetigt. Etwas zu essen haben wir sonntags mittags nicht gefunden, aber jede Menge zu trinken haetten wir in den diversen Pubs problemlos bekommen koennen. Eine Pizza-Bude hat uns schliesslich gerettet.

Montag, 12.02.2007: erster Turniertag
Nach morgendlichem Getraenke-Shopping im etwas ausserhalb gelegenen Supermarkt und Fruehstueck, bei dem Joe Delaney und Michael Judge am Nebentisch sassen (Joe froehlich erzaehlend, dass er einen neuen Haarschnitt hat (waere sonst auch ehrlich keinem aufgefallen) und dass er um zwoelf gleich spielt) – und somit Nicole die Entscheidung, welches Joe-Match sie sich anschauen sollte, zwangs-abgenommen wurde – ging’s ab zum ersten Match. Das Newport-Center ist ein huebsches Schwimmbad, die Snookertische wurden wohl im Aerobic-/Gymnastik-Raum neben dem Fitness-Studio aufgebaut. Tisch vier war auch nur ueber abenteuerliche Wege am Fitness-Studio und einigen im Flur gestapelten Sportgeraeten erreichbar. Aufgrund gluecklichen Tisch-Aufbaus konnte Nicole doch beide Joes spielen sehen (und das, obwohl Delaney an Tisch zwei und Swail an Tisch vier spielte). Joe D. war nicht viel am Tisch, wurde von Stuart 5-0 vernichtet und konnte nicht mal viel dafuer. Joe S. hat zumindest 5-1 gegen Adrian Gunell gewonnen, aber besonders gut kann das Match nicht gewesen sein, zumal nach dem zweiten frame alle anderen Zuschauer ausser Nicole, die zwischen zwei Tischen hockte, verschwunden waren. Die beiden letzten frames des Joe S. - Matches waren aber ganz nett anzuschauen – in erster Linie, weil er sie gewonnen hat J
Nachmittags gab’s eine Niederlage von Ricky Walden gegen Michael Holt, sehr zu Sabines und Nicoles Unmut.
Abends sehr zu Nicoles Freude einen 5-0 Sieg von Gerry gegen Mark King (und wir waren DREI Zuschauer – erfreulich, auch wenn zwei Mark-Supporter dabei waren J ) und der Tag war gerettet.

Dienstag, 13.02.2007: zweiter Turniertag
Fing schon schlecht an mit Abreise von Joe D, der sich aber immerhin gefreut hat, dass Nicole sein Spiel am Vortag tatsaechlich gesehen hatte und ihm versichern konnte, dass es nicht seine Schuld war, verloren zu haben.
Ging schlecht weiter mit vernichtender 0-5 Niederlage von Alan gegen Stephen Maguire. Und wer behauptet, das Spiel sei gut gewesen, luegt. Sabine und Nicole stellen Ueberlegungen an, ob Stephen eigentlich die Klamotten irgendwo gestohlen hat, zumal alles nicht so recht zu passen schien, die Hose wesentlich zu lang, die Weste wesentlich zu weit war, und das rote Rueckenteil der Weste auch so ungewohnt aussah. Nicoles Frage, ob er die Weste von Joe Perry gestohlen haette, wurde mit einem ‚die waere mir doch viel zu gross’ beantwortet, um die Verwirrung komplett zu machen. Zu Stephens Verteidung, nein, er hatte nicht die Weste von Joe gestohlen, aber gepasst hat sie ihm deshalb trotzdem noch lange nicht!
Ging noch schlechter weiter, als der boese Ken den armen Joe S. aus dem Turnier geworfen hat.
Und der Abend versprach nicht besser zu werden als der Rest des Tages, da mal wieder Ali Carter gegen Stuart Bingham auf dem Plan stand, was die letzten beiden male nicht sonderlich spannend gewesen war. Wider Erwarten war’s dieses mal gar nicht schlecht und auch wider Erwarten hat Ali gewonnen und konnte Nicoles Stimmung ein wenig heben.

Mittwoch, 14.02.2007: Valentins- und dritter Turniertag
… der von Ronnie eroeffnet wurde. Dementsprechend lang war die Schlange, die sich am Einlass bildete. Das Spiel gegen Ian war nicht wirklich klasse, aber leider immer noch gut genug, um zu einem schnellen 5-1-Sieg fuer Ronnie zu fuehren.
Dank Peter Ebdon und Dave Harold an dem Tisch, an dem Gerrys Spiel gegen Dotty stattfinden sollte, hatte Nicole viel viel Zeit, noch alle anderen Nachmittags-Matches bis fast zum Ende anzuschauen, bis Gerry endlich mal spielen durfte. Und dann durfte sie das Match auch noch neben dem Dotty-Anhang anschauen, waehrend Gerrys Betreuer weit weg in den Raengen hockte und synchrones Applaudieren mit dem armen einzelnen Fan da unten trainierte. Gegen spaeter erschein tatsaechlich mehr Publikum, das sich allerdings versehentlich an den Tisch verirrt hatte, da EIGENTLICH Steve Davis dort haette spielen sollen – aber dank der allgemeinen Verspaetung wurde sein Match dann auf einen anderen Tisch verlegt und einige verwirrte Steve-Fans schauten ganz umsonst tapfer Gerry-Dotty um am Nebentisch Steve zu verpassen… - das Fernsehpublikum wird sich auch riesig gefreut haben, anstatt des abendlichen Davis-Matches den Tag mit Dave&Peter und Dotty&Gerry am zweiten TV-table zugebracht zu haben.
Nach dem Match begab Nicole sich auf die Suche nach Essen, musste aber feststellen, dass in der Cafeteria nicht mehr viel Essbares zu finden war. Zwischen Cafeteria und Snookertischen war aber ein erstaunlich gut gelaunter Gerry zu finden, der nicht besonders nach Verlierer aussah. Auch wenn er froehlich meinte ‚das war Mist, gell!’ – was will man da noch sagen?!

Donnerstag, 15.02.2007: vierter Turniertag

Und schon wieder ein morgendliches Ronnie-Spiel à frueh aufstehen, frueh fruehstuecken, frueh Schlange stehen – und planlos durch die Gegend rennenden Selbs beobachten. Platz in der ersten Reihe einnehmen und mitleiderregende Blicke vom Selbs kassieren. Nicole wusste nicht, dass er so traurig aussehen kann und entdeckte glatt sympathische Zuege an dem Knaben.
Am zweiten TV-table amuesierten sich Dave und Anthony und verzoegerten mal wieder alles dermassen, dass das nachfolgende Spiel Ken-Stephen M. kaum vor der evening session beginnen konnte und somit Ali und Nigel nicht auf TV-table spielen durften. Erstaunlicherweise konnte Ali von einem 0-3 auf ein 4-3 und schliesslich 5-4 aufholen. Grosse Freude bei Nicole.

Freitag, 16.02.2007: Viertelfinale
Durch wohldurchdachte Planung von worldsnooker wusste leider keiner, welches Viertelfinale um welche Uhrzeit stattfinden sollte. Und natuerlich war es voellig nahe liegend, Ali und Andrew als erste um 10.00 Uhr spielen zu lassen, da beide am Abend zuvor die evening session gespielt hatten und als letzte fertig geworden waren mit ihren Matches. Erwartungsgemaess war das Viertefinale gegen Andrew das Ende von Alis Siegeszug – nicht ganz erwartungsgemaess war Andrews 147!
Weiter ging es nach zwei Stunden Pause (jaja, warum puenktlich anfangen, wenn das Fernsehen erst eine halbe Stunde spaeter uebertragen moechte!) mit Ronnie und Neil, die ja eh keiner, der ein Freitags-Abends-Ticket hatte, haette sehen moegen, und die man daher logischerweise Freitags um 14 Uhr spielen laesst.
Es folgten Steve und Anthony – zweiterer mit drei flotten, tollen frames zum Einstieg, aber leider hielt das nicht vor. Nicole vertrieb sich die Zeit zwischenzeitlich mit dem Versuch, die Namen aller top-32-spieler einfallen zu lassen – und hat sie sehr zum eigenen Erstaunen irgendwann tatsaechlich alle gewusst. Auf dem Snookertisch hatten sich in der Zwischenzeit keine wesentlichen Veraenderungen ergeben. Die Zeit zwischen den frames verbrachte man damit, sich ueber Anthonys zerstoerte Weste zu wundern, die zwei kleine Loecher am Ruecken und einen lieblos entfernten Aufnaeher vorne aufzuweisen hatte. Sabine fand ausserdem Zeit, sich zu fragen, wie Anthony es bewerkstelligt, nicht ueber seine viel zu langen Schnuersenkel zu fallen.
Nach einem 5-4 Sieg von Steve ergriff das Publikum die Flucht, um Nahrung aufzunehmen und vor allem die dank der gemuetlichen Stuehle schmerzenden Hinterteile und Beine zu entlasten. Nicoles Versuch, den armen Anthony zu troesten, war nicht wirklich von Erfolg gekroent.
Nach ausreichender Pause verteilte man sich in den oberen Raengen um das Murphy-Stephen Spiel anzuschauen. Immerhin konnte man dort gemuetlich sitzen oder bei Bedarf auch liegen und war weitab jeder Fersehkamera. Und siehe da, ausnahmsweise an dem Tag hat auch noch der richtige gewonnen (sagt jetzt nix von wegen ‚aber der Andrew hat’s verdient’, ‚ich wollte eh, dass Neil gewinnt’ und ‚schoen, dass Steve die Saison doch noch aufgewacht ist’!!!).
Halbtot am Hotel ankommende Nicole lief prompt auch halbtotem Anthony mit Anhang in die Arme und wurde vom Anhang ganz boese angeschaut – ob’s der Neid auf die Pizza in Nicoles Haenden oder der ‚oh nein, ein Groupie’-Blick war, liess sich nicht einwandfrei sagen.

Samstag, 17.02.2007: Halbfinale

Und da es ab dem Halbfinale feste Sitzplaetze gab, dachten Sabine und Nicole, erst spaeter als sonst da sein zu muessen. An sich eine nicht ganz dumme Idee, wenn man den Einlass etwas frueher als zehn Minuten vor Anstoss begonnen haette. So standen die Zuschauer bis auf die Strasse bzw. Baustelle Schlange, und zum Anstoss des ersten Frames waren leider noch nicht alle Zuschauer auf ihren Platzen. Wer will auch schon ein komplettes Match sehen?!
Immerhin fuehrte das spaete Losziehen am Hotel dazu, Anthony beim Auschecken verabschieden und demonstrativ den Schluessel als Beweis fuer das Nicht-Groupie-Sondern-Hotelmitbewohner-Sein abgeben zu koennen. Die Geister scheiden sich zur Frage, ob in Anthonys Kleiderbeutel eines oder mehrere Hemden zu waren – Sabine meint, mehrere gesehen zu haben, Nicole ist der festen Ueberzeugung, dass es nur eines war.

Sonntag, 18.02.2007: Finale

Fing unspektakulaer an und versprach eine kurze Evening Session. Was sich gluecklicherweise noch ganz gewaltig aenderte – aber vermutlich hat’s jeder gesehen oder zumindest gelesen und daher eruebrigt sich jeder weitere Bericht

23.2.07 10:00


York

Anreise am 02.12. ohne groessere Schwierigkeiten (das schwierigste war, sich um halb sechs aus dem Bett zu bewegen um um sechs das Haus zu verlassen und puenktlich um acht in Kings Cross zu sein - natuerlich war ich um sieben da, aber man kann bei den Londoner U-Bahnen leider nicht damit rechnen, dass man puenktlich ankommt und daher rechnete ich lieber mal die doppelte Zeit ein), allerdings erwies sich der vom Hotel angepriesene 10-Minuten-Fussweg als ein 25-Minuten-Fussweg vom Bahnhof... na ja. Und das Doppelbett als dermassen schmal, dass ich freiwillig noch ohne eine Probe-Nacht im Bett lieber aufs Sofa umgezogen bin. Immerhin war das Wetter einigermassen un-englisch und wir haben gleich ein wenig sight-seeing gemacht (ganz erstaunlich, was die Englaender so unter einem Weihnachtsmarkt verstehen... und warum sie ihre Weihnachtsbaeume mitten auf dem Marktplatz einzaeunen, ist mir auch ein Raetsel, aber es wird sicher seine Gruende haben) und unsere Tickets fuers Snooker abgeholt (das lief ungefaehrt so: 'wir haben tickets beim ticketmaster bestellt und wollten die gern abholen' 'aber ticketmaster-tickets kriegt man doch zugechickt?' 'ja, aber nicht wenn man eine deutsche kreditkarte hat.' 'oh. aber wir haben keine ticketmaster-tickets hier.... ich frag mal den chef.' dieser konnte das computer-system davon ueberzeugen, dass es die ticket-master-tickets ausdruckt...). Den Sonntag haben wir dann zum Weihnachts-Shopping genutzt, da das York Minster leider sonntags nicht wirklich besuchbar ist. Montag war Turnierbeginn, fuer meinen Teil mit David Gray, der Barry Pinches ganz alt aussehen lassen hat - und zwischendrin Joe Perry gegen einen ganz armen Micheal Judge, Dienstag war der Tag der Joes - sprich: vormittags und abends Swail gegen Delaney, und offen gestanden unverdienterweise hat Herr Swail das Match tatsaechlich noch gewonnen, was mir ja schon fast ein wenig leid tat (sein 'sorry Joe' zum Gegner laesst vermuten, dass es ihm nicht anders erging); und mittags die letzten zwei frames von Joe Perrys Match (und der Michael tat mir nicht nur fast, sondern ausgesprochen leid). Mittwoch und Donnerstag hat irgendein Scherzkeks beschlossen, dass meine drei Lieblinge gleichzeitig spielen duerfen, aber netterweise hat man Joe und Gerry an Tische vier und fuenf verbannt, wo viiiiiiiel Platz war, da Ronnie an Tisch drei sein Unwesen getrieben hat, und ich konnte problemlos den einzigen Sitz, von dem man beide Tische prima beobachten konnte, ergattern. Und auch wenn ihr's aus den Ergebnissen natuerlich nicht glauben werdet, die beiden Nordiren haben wirklich gut gespielt, hat halt nur mal wieder nicht ganz gereicht *grummel* Besonders Gerry lag irgendwann mal mit 7-5 vorne (nachdem er aus der ersten session aus einem 4-1 Rueckstand noch ein 4-4 fabriziert hat, was ich sehr bemerkenswert fand) was dem Willy wohl dermassen Sorgen bereitet hat, dass er gleich die naexten vier frames am Stueck gewonnen hat. Am Mittwoch durfte ich ausserdem dabei zuschauen, wie Ali Carter zum ersten mal diese Saison vernuenftig spielt und dann einen frame abgibt, weil er zu spaet aus dem Mid-Session kommt und natuerlich prompt 9-8 gegen Stuart verliert. Muss sehr interessant gewesen sein, viele der nicht-spielenden Turnierteilnehmer sind naemlich zum letzten frame rein geschlichen um sich das anzuschauen - ich hatte zu dem Zeitpunkt schon die Flucht ergriffen, weil ich mir denken konnte, wie das Match ausgeht, und ich ausserdem gerne jemanden schlagen wollte, was meine Sitznachbar bestimmt nicht lustig gefunden haetten. Das Rahmenprogramm um die letzte Session der Joe-Gerry-Matches am Donnerstag war schon besser, da hat naemlich ein flott spielender Alan McManus den Herrn Murphy nach Hause geschickt. War richtig nett anzuschauen Freitag war turnier-frei wegen Tischumbau, ausnahmsweise mal wieder gutes trockenes Wetter, und somit fuer uns sightseeing angesagt - sind einmal rund um York auf der Stadtmauer spaziert, haben das Minster besichtigt und ein wenig Hochwasser-Tourismus betrieben, da der Ouse munter ueber die Ufer getreteten ist, was die Yorker weniger erschreckt hat (macht doch ein unter Wasser gesetztes Pub Werbung als 'the famous pub that floods'), uns Touris allerdings schon. Waren nur froh, dass unser Hotel weitab vom Fluss war.
Samstag war wieder Snooker angesagt, allerdings fuer mich rein gar nix Sehenswertes (jaja, es mag halt nicht jeder den Hendry, und ich habe ihn dafuer gehasst, den Dave aus dem Turnier gekegelt zu haben), was dazu fuehrte, dass ich nach dem mid-session nicht wieder ins Dott-Match gegangen bin und die evening session ausfallen lassen hab (ich mag den Dave ja wirklich, aber bei seinem Spieltempo sich den Hintern auf den sehr engen Sitzen in einer wohl klimatisierten (sprich: schweinekalten) Halle plattzudruecken ist arg viel verlangt, wenn man das Ganze auch auf einer Leinwand im warmen Vorraum verfolgen kann). Sonntag Morgen hab ich mir das Ding-Ryan-Match zwangs-angeschaut, weil ich einen guten Platz fuers Ronnie-Match haben wollte, das dann nicht mal wirklich gut war. Und da hat man sich nach den GO grad mal fast mit Stephen Lee angefreundet, spielt der in der evening session einen derartigen Muell, dass man's gar nicht mit anschauen moechte. Aber eines war dann doch sehenswert an dem Abend. Die BBC hat ihre Sportler-Ehrung uebertragen und da Paul Hunter einen der Awards bekommen hat, kamen sie auf die glorreiche Idee, live nach York zu schalten bevor die Matches beginnen. Also hat man fleissig die eine Haelfte der Halle mit allem, was nicht rechtzeitig fliehen konnte, aufgefuellt (hinter uns sass Thekenpersonal, und einige Security hab ich auch im Publikum erspaeht), das Publikum im TV wohl auf die andere Seite rueber gespiegelt sodass es wirklich richtig voll aussah, und den Grossteil der Spieler aufmarschieren lassen. Die, die abends gespielt haben, sahen ja ordentlich aus, aber Joe Perrys ausgewaschener Kapuzenpulli, dessen Farbe nicht mal mehr definierbar war, Dings 'China' Trainingsanzug, Hendrys Strickjacke, Alans Kombination aus T-Shirt und Strickschal - das war fuer einen Fernsehauftritt schon recht fragwuerdig! Vor allem als Herr Hendry auch noch reinmarschiert und munter auf seinem Handy rumtippt... tss tss tss.
Nun ja, Montag Morgen war dann erst mal wieder die Heimreise nach London angesagt und ich dachte mir, bei dem Wind und dem Regen, der Sonntag Abend herrschte, lauf ich nicht um halb sechs morgens quer durch York sondern leiste mir ein Taxi zum Bahnhof. Hab das dann auch gleich abends vom Hotel bestellen lassen, auf zwanzig vor sechs. Als es am naexten Morgen um zehn vor sechs schon ankam, war dann ein wenig Hektik angesagt, zumal mein Zug natuerlich vom abgelegensten Gleis des Yorker Bahnhofs abfahren musste und es sich mit einem Koffer gar nicht so einfach Treppen rauf- und runterrennt... Nun ja, den Zug hab ich noch gekriegt, leider kam er mit einiger Verspaetung in London an und dann tobte das Chaos in der U-Bahn-Station - Schlange stehen um ueberhaupt den Bahnsteig zu erreichen war angesagt und hat keinen grossen Spass gemacht. Mit nur einer knappen Stunde Verspaetung bin ich dann im office angekommen.
Naextes Wochenende, selbes Spiel, wieder viel zu frueh in Kings Cross, fast puenktlich in York, vor dem zweiten Halbfinale noch ausreichend Zeit zum Fruehstuecken und nochmal-durch-York-spazieren. Und dann das Halbfinale Hendry-Dott. Und ich fragte mich, wo die angeblich so ueberragende Form des Herrn Hendry hin verschwunden ist? Nun ja, irgendwie hat's dann aber doch gereicht um das Halbfinale zu gewinnen. Das Finale war aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gruenden (boese Zungen behaupten, es haette mit meiner Anwesenheit zu tun gehabt, aber das glaub ich natuerlich nicht) auch nicht so richtig gut - aber immerhin hat der Richtige gewonnen Und erstaunlicherweise verlief meine montaegliche Heimfahrt auch ganz gut - okay, ich bin dieses mal natuerlich zum Bahnhof gelaufen, man lernt ja dazu, aber der Zug war puenktlich (drei Minuten zu frueh in London!!!) und in London konnte ich gleich in eine U-Bahn umsteigen.
27.12.06 18:04


Samstagsausflug nach Hever Castle, Canterbury und Dover am 04.11.06

Da unverschaemterweise mal kein Snooker auf dem Wochenend-Programm stand, musste bei dem schoenen Herbstwetter Wetter mal wieder ein Ausflug her. Dieses mal ging's erst mal nach Heever Castle (eigentlich waere es nach Leeds Castle gegangen, aber Leeds Castle war wegen Vorbereitungen fuers abendliche Feuerwerk geschlossen). Da wenig Verkehr war, waren wir prompt eine halbe Stunde vor Oeffnung des Parks und eine Stunde vor Oeffnung des Castles dort und hatten ausreichend Gelegenheit, uns das umliegende natuerlich auch noch geschlossene Pub und die Kirche mit Friedhof anzuschauen - mehr gibt's dort leider nicht! Das Castle an sich ist nett, aber der Park drumherum ist noch viel netter. Und daher hab ich mir auch wenig vom Schloss und viel vom Park angeschaut - einen schoenen kleinen See mit Wildgaensen hat's auch Von Heever Castle ging's weiter nach Canterbury, vom Weg dorthin kann ich allerdings nicht viel berichten, weil ich - natuerlich! - eingeschlafen bin. Von Canterbury kann ich auch nicht viel berichten, ausser dass es eine wunderschoene sehr beeindruckende Kathedrale hat. Und dass man mit einem Bus voller Rentner nicht puenktlich weg kommt, wenn man nur eine Stunde Zeit hat um besagte Kathedrale zu bestaunen und eine zusaetzliche Viertelstunde um zurueck zum Bus zu kommen... Das fuehrt dann dazu, dass man zum Fotostopp nach Dover gerade noch rechtzeitig kommt um bei untergehender Sonne und aufgehendem Mond die franzoesische Kueste zu erspaehen und ein paar Bilder vom Hafen und den Klippen zu machen - die Japaner an Bord unserers Busses hatten ihre helle Freude Auf dem Rueckweg gab's noch einen Verpflegungs-Stop mit Clotted Cream Tea - sollte es euch mal nach England verschlagen, muesst ihr das probieren! Nur vielleicht keine Kalorien zaehlen dabei
6.11.06 23:33


Aberdeen II - 27.10.06-29.10.06

Nachdem meine Wochenendplanung bei naeherem Hinsehen ausser Snooker schauen nichts ergeben hatte und das Fernsehprogramm so gar nicht mit der Wochenendplanung einhergehen wollte (Snooker nur wenig live, dafuer mitten in der Nacht Zusammenfassungen), war die Alternative, noch mal nach Aberdeen zu fahren, eine Ueberlegung wert. Gedacht getan, dieses mal ging's per Bus Richtung Schottland. Dieser braucht von London Victoria ziemlich genau 12 Stunden und haette mich puenktlich um 10.30 Uhr am Samstag in Aberdeen abgeliefert - wenn er nicht eine Stunde zu spaet in Victoria angekommen waere... irgendwann sind wir dann doch noch los gefahren (auch wenn schon kaum noch jemand damit gerechnet hatte) und kamen noch rechtzeitig an, damit ich Sabine im Hotel abholen, ihr den letzten Kaffee weg trinken und mich umziehen konnte Unser erstes Match am Samstag war dann Neil Robertson gegen Alan McManus, was insgesamt gut und unterhaltsam war und keines weiteren Kommentars bedarf. Ebenso gut und noch etwas unterhaltsamer (da der an Magen-Problemen leidende Mark kaum einen frame ueberstand ohne rauszurennen) war das abendliche Match von Jamie Cope gegen Mark King. Sabine und mich zog es anschliessend noch in das mir vom vorherigen Wochenende bekannte Pub, wo wir natuerlich puenktlich um eins wieder raus flogen... und in den naechtlichen Strassen Aberdeens den guten Mark, inzwischen wieder ziemlich munter, allerdings ganz alleine unterwegs, trafen. Dieser war auf der Suche nach einem Taxi, was ja erfahrungsgemaess nicht so einfach ist samstags nachts in Aberdeen (na ja, das Suchen schon, das Finden weniger) und wir waren nett und selbstlos und boten an, von unserem Hotel aus eines rufen zu lassen und so lange mit ihm in der Lobby zu warten. Allerdings fand sich tatsaechlich auf dem Weg zum Hotel schon ein Taxi Die Samstag Nacht blieb (natuerlich! Was erwartet man in Aberdeen!!!) ereignislos, der Sonntag wurde etwas interessanter Dank der ersten Session vom Finale - die prompt eine halbe Stunde zu spaet anfing, dafuer extrem flott gespielt und auf sieben frames verkuerzt wurde und damit perfekt in meinen Zeitplan passte Sonntag Abend puenktlich um 19 Uhr ging es zurueck Richtung London (mit einem ausgesprochen humorigen Busfahrer, auch wenn ich die einzige war, die bei den Sicherheitshinweisen lachen musste, als wir darauf aufmerksam gemacht wurden, dass der Absprung aus dem oberen Deck des Busses ein groesserer Sprung ist und Fallschirme nicht zur Verfuegung gestellt werden - ich fand's gut, allerdings hatte ich meine Mitreisenden auch nicht im Verdacht, keinen Humor zu besitzen, sondern lediglich beschraenkte Englisch- und keinerlei Schottisch-Englisch-Kenntnisse) und puenktlich um 7 Uhr Montag Morgen waren wir in Victoria - reichte noch genau zum heim fahren, umziehen und an die Arbeit gehen - und endlich das Final-Ergebnis im Internet zu erfragen
6.11.06 23:17


Aberdeen I - 20.10.06-24.10.06

Bin zurueck aus Aberdeen und kann nur sagen, dass es ziemlich katastrophal war Fing schon damit an, dass ich mitten in der Nacht bevor ‘meine’ U-Bahn-Haltestelle ueberhaupt geoffnet wurde, eine Bahn nehmen musste, also erst mal mit dem Bus zur naexten U-Bahn-Haltestelle gondeln, dort umsteigen. Ich bin dann super-puenktlich in Heathrow angekommen, war sehr puenktlich am Gate, und hab gesehen, dass gleichzeitig mit meinem Flug, der ueber Manchester nach Aberdeen ging, auch noch direkt nach Aberdeen was geflogen waere (und zwar von der gleichen Fluggesellschaft). Nun gut. Wir haben dann mal als wir eigentlich schon haetten fliegen sollen angefangen zu boarden und waren natuerlich ewig verspaetet in Manchester, als ich naemlich ankam, war das Gate fuer meinen Weiterflug offiziell schon geschlossen (und ich dachte noch, vierzig Minuten fuer den Transfer sind knapp bemessen) – allerdings war ich trotzdem noch lange nicht die letzte, die da hin gehechtet kam, weil auch andere Anschlussfluege Verspaetung hatten. Gut, in Aberdenn angekommen hab ich mein Hotel ausfindig gemacht, und weil ich zu frueh da war um einchecken zu koennen, hab ich mein Gepaeck eingelagert und mich auf den Weg zum Conference Center gemacht um meine Tickets abzuholen, da das box office laut booking form von neun bis sechs offen hat. Aber leider nicht am Freitag. Die Erklaerung, das sei wegen des Snookerturniers, das am Samstag anfaengt, hat mir nicht so recht eingeleuchtet. Jedenfalls sollte ich doch abends noch mal wieder kommen, da sei ein Konzert, und da muesste ich auch meine Snooker-Tickets kriegen. Das stellte sich abends dann als kleiner Irrtum heraus – Tickets fuer Keane haette ich zwar auch nicht mehr bekommen, weil’s ausverkauft war, aber Snookertickets schon gleich gar nicht. Die wurden naemlich am naexten Morgen aus Glasgow angeschleppt, weshalb auch zur angegebenen Zeit, zu der das Box Office am Samstag haette oeffnen sollen, natuerlich noch kein Mensch da war, ausser einem verzweifelten Security-Mann und einer Handvoll Leute, die ihre Tickets haben wollten. Irgendwann kam dann doch mal jemand und wir konnten die Tickets abholen. Allerdings nur die fuer die Morning Session, die anderen seien doch jetzt noch nicht ausgedruckt, wenn man gerade erst aufgemacht hat. Natuerlich nicht. Deshalb hab ich sie auch eine Woche vorher bestellt, dass sie dann noch nicht ausgedruckt sind, wenn ich sie abholen will. Der naexte Witz kam dann: Essen, Trinken und Kameras sind nicht erlaubt im Venue. Das ist ja okay, allerdings gibt’s auch leider keine Garderobe, wo man seine Tasche/Jacke/Whatever abgeben koennte, um keine verbotenen Dinge mitzunehmen. Der Security-Mann meinte, na ja, er weiss ja nicht, was ich in der Tasche hab, er fragt halt, und wenn ich sage, ich hab nix drin, was ich nicht rein nehmen darf, muss er mir das wohl glauben. Guter Mann. Ganz dumm dabei war, dass es leider zwischen den beiden letzten Evening-Matches auch nix mehr zu trinken zu kaufen gab (weil die Theke geschlossen und der Automat leer war) und dass die Security zwischen vorderer (in Richtung der Tische, aus dem Catering-Bereich hinaus) und hinterer Tuer (zu den Tischen) sich nicht einig waren, ob man nur keine Dosen (das sagte der Mensch vorne, woraufhin ich mir einen Papp-Becher an der Theke geholt habe, man ist ja brav) oder ueberhaupt keine Getraenke (das hiess es dann an der hinteren Tuer) mit rein nehmen darf. Naexter Haken: wenn man einmal im Venue drin ist, muss man entweder den ganzen Tag drin bleiben oder aber den Rest des Tages bis zur Evening Session draussen bleiben, denn: no re-admittance. DAS machte das Ganze sehr unangenehm, vor allem fuer Raucher, weil im gesamten Conference Center Rauchverbot war, und wer zum Rauchen raus gehen wollte, durfte ja nicht wieder rein… Bloed. Weiterhin sehr dumm war das Ganze auch fuer Autogrammjaeger wie mich, da dieses Conference Center einen direkten Durchgang zum nebenan liegenden Hotel hat, was schon mal ganz schlecht ist, und dann noch dreisterweise der Buehneneingang sehr weit entfernt vom Zuschauer-Eingang liegt – und wenn man sich einmal durchgerungen hat, zu versuchen, jemanden am Buehneneingang zu fangen (wozu es natuerlich sinnvoll waere, zu wissen, ob der gesuchte Star im Hotel wohnt und daher durch den Geheimgang entwischt – was schwierig rauszufinden gewesen waere), kommt man ja zu den naexten Matches nicht mehr rein. Also alles in allem war’s mir zu bloed, und trotzdem hab ich mein Ronnie-Foto unterschrieben bekommen (der wurde von ein paar Leuten nach dem Match mit Michael Holt zum Autogramme geben genoetigt, und ich hab mich dann halt mal in die Schlange gestellt, was sehr gut funktioniert hat – hab jetzt einen heiligen Stift, mit dem Ronnie seine restlichen Autogramme dann geschrieben hat. Und siehe da, bekam den Stift zurueck und er hat sich tatsaechlich BEDANKT!) und mein Foto mit John Higgins auch (zu meiner groessten Ueberraschung haben wir drei Saetze gewechselt (nein, das ist noch nicht die Ueberraschung!) und ich hab alles verstanden, was er erzaehlt hat!). Ausgerechnet die, von denen ich zuletzt gedacht haette, sie zu erwischen… tss tss tss. Match-maessig fing’s grausam an, indem gleich mal Gerry und Joe verloren haben und der Ali (gegen Mark King, der mir nach dem Match noch froehlich zulaechelte...) natuerlich auch Ging auch grausam weiter, Ian hat Gerry kurz und schmerzlich platt gemacht und war sich keiner Schuld bewusst und hat sich nett mit mir unterhalten nach dem Match und vermutlich ueberhaupt nicht verstanden, warum ich mich nicht freue, dass er so deutlich gewonnen hat. *G* Immerhin hat Joe dann mal das Gewinnen angefangen, wenn’s auch teilweise sehr unverdient und sehr nervenaufreibend war (ueber zweieinhalb Stunden fuer ein best of five, in dem jeder frame auf Pink oder Schwarz entschieden wird, sind eindeutig mehr, als ich brauchen kann! – Gnaedigerweise folgte auf den Schreck am Nachmittag ein ordentliches 3-0 abends gegen Nigel, der mir dann fast schon wieder leid tat. Aber nur fast ), und Gerry hat’s dann glatt nachgemacht und gegen Stephen Lee am Montag genauso ordentlich mit 3-0 gewonnen. Montag Abend war dann Joes letztes Gruppen-Match, das er eigentlich haette gewinnen muessen um weiterzukommen, aber er war ja leider nicht besonders haeufig am Tisch zu finden. Dafuer ist dann Gerrys Match, das danach haette stattfinden sollen, ausgefallen, weil Mark Williams nicht mehr mitspielen konnte. Auch recht. Hab dann unerwarteterweise noch Ronnies Match gegen David Roe gesehen, was auch ein netter Abschluss war.

Ein Gutes hatte das Warten auf die Tickets allerdings, hab naemlich eine Nicole aus Deutschland (grosser Ronnie-Fan, und den Rest der Snookerwelt wird sie schon noch kennen und hoffentlich moegen lernen ) und einen Roland aus den Niederlanden kennen gelernt, die auch Tickets wollten. Mit denen hab ich mich dann gleich so gut verstanden, dass wir Samstag nach der Evening Session noch zusammen ins Pub gegangen sind. Prima Idee an sich, aber in der Weltstadt Aberdeen machen die Pubs doch tatsaechlich um eins zu. Die Nachtclubs (also die beiden, die wir gefunden haben) haben uns entweder nicht gefallen oder aber dem Tuersteher haben meine Schuhe nicht gefallen und daher haben wir erst Nicole zu ihrem Hotel begleitet, sind dann zu meinem Hotel gelaufen, haben ein Taxi fuer Roland bestellen lassen und eine lustige Dreiviertelstunde in der Hotel-Lobby damit zugebracht, aufs Taxi zu warten (Aberdenn Innenstadt!). Nun ja… so viel zum Nightlife in Aberdeen. Allerdings waren die ganzen Gestalten, die uns auf dem Heimweg begegnet sind, auch schon dermassen betrunken, dass sie keine laengeren Pub-Oeffnungszeiten gebraucht haetten Pech halt, wenn man NACH dem Snooker noch weg gehen will.

Nun ja, der Rueckflug verlief problemlos (abgesehen davon, dass die Taxi-Zentrale entweder um sieben oder um viertel vor acht ein Taxi schicken wollte, das mich bis acht an den Flughafen bringt. Sinnigerweise hab ich gesagt, dann sollen sie es halt gleich um sieben schicken (war ja auch nach der Samstag Nacht gewarnt, hihi), und schau an, zehn vor acht hatten wir uns schon bis zum Flughafen gestaut), aber kann ja nicht immer alles schief gehen
24.10.06 17:52


Sonntagsausflug nach Windsor, Bath, Stonehenge am 15.10.06

Bin um kurz vor sieben mit dem Bus zum Hilton Kensington gefahren, wo ich dann eingesammelt werden sollte, und hab mich gefreut, dass nur ein ‚not in service’-Bus an unserer Haltestelle vorbei fuhr, bevor schon ein Bus kam, der in service war. Ein paar Haltestellen spaeter hab ich dann gehoert, wie sich jemand beschwerte, dass er seit 45 Minuten auf den Bus wartet… sprich: ich hatte wohl einfach unverschaemtes Glueck Mein Pick-Up war auch problemlos, wir waren die erste Station, haben dann alle anderen eingesamelt – bis auf einen, der zum einen an einem anderen Hotel stand als er eigentlich haette stehen sollen und dann auch noch feststellte, dass er einen Ganz-Tages-Ausflug gebucht hatte, aber so viel Zeit gar nicht hat und dann doch lieber im Hotel bleibt anstatt auf den Ausflug zu gehen. *Schulter-zuck*

Nach der Einsammelei und Verteilung der Eingesammelten auf ihre Busse (ich hatte das ungemeine Glueck, von amerikanischen Austausch-Studenten umringt zu sein – gut, dass ich wohl ausgeruestet mit MP3-Player und Buch war und das Geschnatter der lieben Studenten nicht den ganzen Tag anhoeren musste) ging’s dann los nach Windsor Castle. Im Großen und Ganzen ist es sehr schoen, man kann nicht alles besichtigen, weil es ja noch bewohnt wird, aber die Teile, die man sehen kann, sind huebsch und gut erhalten. Ein bisschen grausam sind ein paar Zimmer der State Apartments, die mit recht grellem rosa (und zwar Vorhaenge, Teppiche und alles, was sonst aus Stoff besteht) ausgestattet sind. Verpasst hab ich leider das koenigliche Puppenhaus, aber dafuer haette ich 15 Minuten anstehen muessen, worauf ich keine sonderlich grosse Lust hatte.

Weiter ging’s auf eine ca. zwei-stuendige Busfahrt nach Bath. Das traegt seinen Namen nicht umsonst, denn es beherbergt die einzige heiße Quelle, die man auf dieser Insel bisher gefunden hat. Gefunden wurde sie schon recht frueh, aber es hat bis zum Einmarsch der Roemer gedauert, bis jemand ein Bad um die Quelle gebaut hat. Das wurde spaeter zufaellig gefunden, wieder ausgegraben und zum Museum umgewandelt, und das haben wir dann auch besucht in Bath.

Nach dem Besuch in Bath stand noch mal eine Stunde Busfahrt auf dem Programm – wir sind an vielen Schafen, Schweinen und sonstigem Getier vorbei gekommen und als es so aussah, als wuerde gleich der beruehmte Zaun mit der Aufschrift ‚Ende der Welt’ vor uns auftauchen, kamen die Steine in Sicht. Die findigen Leute vom English Heritage (@Yvonne&Dominik: das sind die, die auch die Carrick-A-Rede-Rope-Bridge ‚bewachen’ haben einen riesigen Zaun um das Gelaende errichtet und man kommt nur durch einen vermutlich mehrstuendigen Fußmarsch (und dann hat man’s auch verdient!) oder aber durch Bezahlen des Eintrittsgelds naeher an die Steine ran. Anfassen kann man sie leider auch nicht mehr (ein weiterer, wenn auch sehr kleiner Zaun, haelt einen fern à sorgt aber auch dafuer, dass man ein paar Fotos machen kann, auf denen keine anderen Touris zu sehen sind ), aber sie sind auch ohne sie angefasst zu haben oder durch sie hindurch spaziert zu sein sehr beeindruckend. Netterweise hatten wir zur Besichtigung von Stonehenge nicht nur heftigen Wind, sondern auch noch Gesellschaft von der Sonne

Nach Stonehenge ging’s wieder zurueck nach London, wo wir nach ungefaehr zwei Stunden ankamen, und erstaunlicherweise hab ich gleich eine Bahn bekommen und bin nicht stundenlang durch die Stadt gegondelt oder irgendwo fest gesessen, sondern war tatsaechlich zuegig daheim.

17.10.06 22:21


Trip nach Wales 29.09.06-03.10.06

Bin am Freitag Nachmittag von London nach Prestatyn los gefahren, wurde beim Umsteigen von Underground in den Zug gleich schon mal richtig nass geregnet, kam gegen halb neun in Prestatyn an und musste feststellen, dass alle Taxis leider schon weg waren. Glücklicherweise hatte der Regen aufgehört und irgendwann kam auch wieder ein Taxi am Bahnhof an um mich ins Feriendorf zu bringen. Beim Check-In ist mir dann gleich Jimmy Whites Manager mitsamt Jimmy und Mark King über den Weg gelaufen (und ich fragte mich, was der gute Mark eigentlich in Prestatyn will, hat sich aber in den naexten zwei Tagen rausgestellt: den anderen beim Arbeiten zuschauen und Spass haben) und als ich mein Zimmer bezogen hatte und einen Blick nach draußen wagte, erwies sich Paul als einer meiner Nachbarn zwei Zimmer weiter Und als einer der Menschen, die tatsächlich noch später da waren als ich, weil er ca. sieben Stunden Autofahrt hinter sich hatte – da war ich mit meinen viereinhalb Anreise mit Zug und Underground noch gut dran (ich wäre lieber auch noch mit Bus gereist, aber leider hatten sie die Bus-Route an der Uni vorbei am Freitag lahm gelegt, also bin ich halt mitsamt Rucksack zum Bahnhof gelaufen – ist keine Weltreise, aber mit dem fetten Rucksack hätte ich doch glatt in ein Busticket investiert. Naja).

Das Feriendorf ist übrigens ganz hübsch, muss auch direkt am Meer sein, denn ich habe es genau gehört. Ob des tollen Wetters hab ich mich aber nicht weiter als unbedingt notwendig draußen bewegt, sprich: auf keinen Fall aus dem Dorf raus und in Richtung Meer. Daher hab ich es leider nicht gesehen.
Sehr bezeichnend fand ich einen Zettel, den ich in meinem Check-In-Paket gefunden hab, auf dem stand, dass Pontins vor allem auf Familien ausgelegt ist und schlechtes Benehmen seitens der Snooker-Spieler und –Offiziellen sowohl von der WSA als auch von Pontins geahndet wird. *G*

Der Samstag fing aus meiner Perspektive ganz gut an, und zwar mit dem 10-Uhr-Match von Gerry gegen Barry Pinches, was Gerry souverän (okay, und dank miserablen Spiels von Barry) gewonnen hat. Weiter ging es später mit Pauls Match gegen Liang Wenbo, leider weniger erfolgreich. Gerry hat dann aber abends gegen Scott Mackenzie aber wieder gewonnen, immerhin.
Im Laufe des Tages sind mir noch so ein paar unerwartete Menschen begegnet wie Lee Richardson und Joe Swail – die mit dem gleichen Ziel wie Mark King da waren
Samstag Abend war Riesenparty im Pub (was recht erstaunlich war angesichts der Tatsache, dass das Feriendorf eigentlich gar nicht offen war, sondern nur für die Teilnehmer eines Netball-Turniers, eines Tanzwettbewerbs und des Snookers geöffnet war – hab die Dame, die meine Reservierung entgegen genommen hat, am Telefon schon belabern müssen, dass sie mich überhaupt reservieren lässt. Und dann musste ich gleich ganze sechs Nächte buchen) – allerdings waren nur die Snooker-Leute da, die entweder keinen großen Wert auf ihre Form am näxten Tag legten oder ausreichend Zeit hatten auszuschlafen oder eben eh nur zuschauen wollten Wo man Jimmy White jetzt einordnen mag, sei jedem selbst überlassen, der war jedenfalls da und hat sich riesig amüsiert – wer hätte auch anderes erwartet!

Sonntag Morgen war ich todmüde, leicht verkatert, aber immerhin pünktlich zu Pauls näxtem Match anwesend – hat nur leider nicht viel geholfen, Paul hatte trotzdem Pech und einen recht übermächtigen Gegner (an meinem mangelnden support lag es wirklich nicht!!!). Nach dem Match hab ich draußen in der Sonne (!) dann auch Jimmys Manager (ohne Jimmy), Lee (beide immer noch betrunken und noch nicht verkatert) und Joe (unverschämt fit, wenn auch über Kopfschmerzen jammernd) getroffen – Lee hatte leider seine Supporter-Pflichten verletzt und Matthew Couchs Match glatt verpennt. Dieser meinte dann auch ‚Guten Morgen. Danke fürs Supporten.’, als er Lee draußen gefunden hatte *G*
Match-mäßig ging es nachmittags weiter mit Paul gegen Gerry, was Paul unverschämterweise dann auch gleich noch gewonnen hat. Allerdings mit kleinen Hindernissen in Form eines Feueralarms. Wir sind alle also erst mal raus getingelt und wurden dann von der Halle weg gescheucht auf den Parkplatz gegenüber – natürlich fing es in dem Moment an zu regnen. Was tun also die lieben Snooker-Spieler? Bringen ihre cues in ihren Autos in Sicherheit, stehen dann ein wenig planlos rum und tratschen und als die Feuerwehr kommt, gehen sie doch alle lieber mal schauen, ob wirklich was brennt und es was zu sehen gibt. Ich hab mir von Paul berichten lassen, dass es wirklich brannte und hell in Flammen stand
Als es dann RICHTIG angefangen hat zu regnen, haben sich die Herren zu ihren cues in die Autos geflüchtet, und irgendein netter Mensch hatte Einsehen, dass wir anderen (sprich, einige missgelaunte Refs, Eltern und vor allem haufenweise Kinder in kurzen Kostümen, die natürlich übel gefroren haben), als wir ausreichend nass waren, zurück in die Zimmer durften, die eigentlich bei einem Feueralarm geräumt sein müssen. Zwei Stunden später ging das Match dann weiter, wurde von Paul dann auch sicher gewonnen. Ich frag mich nur, warum mir alle unterstellt haben, ich hätte das Feuerchen gelegt Gebrannt hat ärgerlicherweise wohl eine Umkleide zwischen Pub und Bar, was den Betrieb von beidem leicht eingeschränkt hat (vor allem das Abendessen im Pub war gestrichen, weil kein Strom aufzutreiben war).

Montag Morgen fing ganz schlecht mit einer Niederlage von Gerry an, ging dann netterweise mit einem Sieg von Paul weiter und später am Nachmittag folgte ein Überraschungs-Sieg von Gerry. Hurra. Der Tag war also gerettet. Ansonsten war der Montag verdächtig ruhig und das Camp sehr leer, da die Tänzer und Netball-Spieler alle wieder weg waren. Hat sich leider auch in den Vorräten des Supermarktes bemerkbar gemacht, die wegen der paar Menschlein, die noch übrig waren, ja nicht extra aufgefüllt zu werden brauchten Montag Abend hab ich noch einen letzten Versuch gestartet, zum Strand zu laufen, wurde aber auf halber Strecke geduscht und hab aufgegeben und mich für den Rest des Abends in meinem auch nicht besonders gut (genau genommen: gar nicht) geheizten Zimmer unter der (immerhin großen, weil für zwei Leute gedachten) Bettdecke vergraben.

Dienstag war für mich Check-Out und da hab ich festgestellt, dass meine Vormieter versehentlich meinen Strom mit bezahlt hatten. Wie nett. Ich hatte mich schon gewundert, dass ich Strom habe, obwohl ich noch gar keine Karte in den Zähler gebaut hatte Match-mäßig hat Gerry sich ganz gut gehalten und gewonnen, Paul allerdings völlig unverständlicherweise verloren Gegen Peter Lines, von dem ich eigentlich dachte, dass er der einfachste Gegner in der Gruppe sein dürfte, nachdem ich ihn mal spielen gesehen hatte – schöner Mist. Den Rest des Tages hab ich dann bis meine Abreise angesagt war damit verbracht, der Turnierleitung Gesellschaft zu leisten. Der von mir eigentlich schon wieder abgereist geglaubte Lee tauchte im Lauf des Tages auf – war am Montag leider zu verkatert gewesen um sich aus dem Bett zu bewegen. Hat allerdings genauso erfolglos supportet wie ich, der Herr Couch ist auch untergegangen. Tröstlich zu wissen, dass es anderen genauso geht. Auf dem Weg nach draußen zu meinem Taxi ist mir auch der gute Joe noch mal über den Weg gelaufen, der halt noch mal vorbei schauen wollte und behauptet hat, er habe jetzt so fleißig trainiert (meine Frage, ob’s auch noch erfolgreich war, hat er geflissentlich überhört, was ich mal als ein ‚nein’ gewertet habe – dies nur als Information am Rande, falls jemand Wetten für die Irish Professional abschließen möchte ), dass er ja noch mal einen Abend zum Zuschauen frei nehmen könnte.
Meine Heimreise war ganz okay, bis ich nach London kam. Eigentlich hätte ich gut mit der Hammersmith&City Line bis Hammersmith fahren können und dann in die District Line umsteigen. Schöne Idee, aber H&C Line fuhr nicht. Gut, man ist ja flexibel und fährt dann nach Victoria um dort in die District Line umzusteigen. Bis man feststellt, dass keine District Lines fahren, wegen irgendwelcher Probleme mit den Signalen… na toll. Als dann doch eine District Line los fuhr, brauchte die Ewigkeiten und erklärte nach ein paar Stationen, dass es noch dauert, bis wir weiterfahren können und doch bitte alle in die Piccadilly Line umsteigen sollen… also nach einigem Hin und Her bin ich mit der P-Line nach Hammersmith gefahren um dort festzustellen, dass entgegen aller Anzeigetafeln die P-Line leider nicht ausnahmsweise an ‚meiner’ Haltestelle hält (was sie früh morgens und spät abends tut, und es war inzwischen meiner Meinung nach durchaus spät genug!), und ich dann halt doch wieder auf eine D-Line warten musste. Und so braucht mal einmal quer durch London halb so lang wie von Wales nach London…

7.10.06 22:10





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