Elfe



Wales

Sonntag, 11.02.2007: Ankunft in Newport
Nachdem Sabine am Samstag im Schneesturm tapfer durch Newport gestapft war und ein warmes, trockenes Hotel gefunden hat, das sie dann als Ersatz fuer ein kaltes, feuchtes Hinterzimmer bezogen hat, kam Nicole bei trockenem, warmen Wetter in Newport an und fand nur noch einige wenige Schneespuren. Und eine Sabine, die hoch und heilig beteuerte, dass es WIRKLICH geschneit und gestuermt hatte und kalt gewesen war am Samstag.
Newport sah auf Anhieb sympathisch, aber langweilig aus, und dieser Eindruck hat sich im Laufe der Woche bestaetigt. Etwas zu essen haben wir sonntags mittags nicht gefunden, aber jede Menge zu trinken haetten wir in den diversen Pubs problemlos bekommen koennen. Eine Pizza-Bude hat uns schliesslich gerettet.

Montag, 12.02.2007: erster Turniertag
Nach morgendlichem Getraenke-Shopping im etwas ausserhalb gelegenen Supermarkt und Fruehstueck, bei dem Joe Delaney und Michael Judge am Nebentisch sassen (Joe froehlich erzaehlend, dass er einen neuen Haarschnitt hat (waere sonst auch ehrlich keinem aufgefallen) und dass er um zwoelf gleich spielt) – und somit Nicole die Entscheidung, welches Joe-Match sie sich anschauen sollte, zwangs-abgenommen wurde – ging’s ab zum ersten Match. Das Newport-Center ist ein huebsches Schwimmbad, die Snookertische wurden wohl im Aerobic-/Gymnastik-Raum neben dem Fitness-Studio aufgebaut. Tisch vier war auch nur ueber abenteuerliche Wege am Fitness-Studio und einigen im Flur gestapelten Sportgeraeten erreichbar. Aufgrund gluecklichen Tisch-Aufbaus konnte Nicole doch beide Joes spielen sehen (und das, obwohl Delaney an Tisch zwei und Swail an Tisch vier spielte). Joe D. war nicht viel am Tisch, wurde von Stuart 5-0 vernichtet und konnte nicht mal viel dafuer. Joe S. hat zumindest 5-1 gegen Adrian Gunell gewonnen, aber besonders gut kann das Match nicht gewesen sein, zumal nach dem zweiten frame alle anderen Zuschauer ausser Nicole, die zwischen zwei Tischen hockte, verschwunden waren. Die beiden letzten frames des Joe S. - Matches waren aber ganz nett anzuschauen – in erster Linie, weil er sie gewonnen hat J
Nachmittags gab’s eine Niederlage von Ricky Walden gegen Michael Holt, sehr zu Sabines und Nicoles Unmut.
Abends sehr zu Nicoles Freude einen 5-0 Sieg von Gerry gegen Mark King (und wir waren DREI Zuschauer – erfreulich, auch wenn zwei Mark-Supporter dabei waren J ) und der Tag war gerettet.

Dienstag, 13.02.2007: zweiter Turniertag
Fing schon schlecht an mit Abreise von Joe D, der sich aber immerhin gefreut hat, dass Nicole sein Spiel am Vortag tatsaechlich gesehen hatte und ihm versichern konnte, dass es nicht seine Schuld war, verloren zu haben.
Ging schlecht weiter mit vernichtender 0-5 Niederlage von Alan gegen Stephen Maguire. Und wer behauptet, das Spiel sei gut gewesen, luegt. Sabine und Nicole stellen Ueberlegungen an, ob Stephen eigentlich die Klamotten irgendwo gestohlen hat, zumal alles nicht so recht zu passen schien, die Hose wesentlich zu lang, die Weste wesentlich zu weit war, und das rote Rueckenteil der Weste auch so ungewohnt aussah. Nicoles Frage, ob er die Weste von Joe Perry gestohlen haette, wurde mit einem ‚die waere mir doch viel zu gross’ beantwortet, um die Verwirrung komplett zu machen. Zu Stephens Verteidung, nein, er hatte nicht die Weste von Joe gestohlen, aber gepasst hat sie ihm deshalb trotzdem noch lange nicht!
Ging noch schlechter weiter, als der boese Ken den armen Joe S. aus dem Turnier geworfen hat.
Und der Abend versprach nicht besser zu werden als der Rest des Tages, da mal wieder Ali Carter gegen Stuart Bingham auf dem Plan stand, was die letzten beiden male nicht sonderlich spannend gewesen war. Wider Erwarten war’s dieses mal gar nicht schlecht und auch wider Erwarten hat Ali gewonnen und konnte Nicoles Stimmung ein wenig heben.

Mittwoch, 14.02.2007: Valentins- und dritter Turniertag
… der von Ronnie eroeffnet wurde. Dementsprechend lang war die Schlange, die sich am Einlass bildete. Das Spiel gegen Ian war nicht wirklich klasse, aber leider immer noch gut genug, um zu einem schnellen 5-1-Sieg fuer Ronnie zu fuehren.
Dank Peter Ebdon und Dave Harold an dem Tisch, an dem Gerrys Spiel gegen Dotty stattfinden sollte, hatte Nicole viel viel Zeit, noch alle anderen Nachmittags-Matches bis fast zum Ende anzuschauen, bis Gerry endlich mal spielen durfte. Und dann durfte sie das Match auch noch neben dem Dotty-Anhang anschauen, waehrend Gerrys Betreuer weit weg in den Raengen hockte und synchrones Applaudieren mit dem armen einzelnen Fan da unten trainierte. Gegen spaeter erschein tatsaechlich mehr Publikum, das sich allerdings versehentlich an den Tisch verirrt hatte, da EIGENTLICH Steve Davis dort haette spielen sollen – aber dank der allgemeinen Verspaetung wurde sein Match dann auf einen anderen Tisch verlegt und einige verwirrte Steve-Fans schauten ganz umsonst tapfer Gerry-Dotty um am Nebentisch Steve zu verpassen… - das Fernsehpublikum wird sich auch riesig gefreut haben, anstatt des abendlichen Davis-Matches den Tag mit Dave&Peter und Dotty&Gerry am zweiten TV-table zugebracht zu haben.
Nach dem Match begab Nicole sich auf die Suche nach Essen, musste aber feststellen, dass in der Cafeteria nicht mehr viel Essbares zu finden war. Zwischen Cafeteria und Snookertischen war aber ein erstaunlich gut gelaunter Gerry zu finden, der nicht besonders nach Verlierer aussah. Auch wenn er froehlich meinte ‚das war Mist, gell!’ – was will man da noch sagen?!

Donnerstag, 15.02.2007: vierter Turniertag

Und schon wieder ein morgendliches Ronnie-Spiel à frueh aufstehen, frueh fruehstuecken, frueh Schlange stehen – und planlos durch die Gegend rennenden Selbs beobachten. Platz in der ersten Reihe einnehmen und mitleiderregende Blicke vom Selbs kassieren. Nicole wusste nicht, dass er so traurig aussehen kann und entdeckte glatt sympathische Zuege an dem Knaben.
Am zweiten TV-table amuesierten sich Dave und Anthony und verzoegerten mal wieder alles dermassen, dass das nachfolgende Spiel Ken-Stephen M. kaum vor der evening session beginnen konnte und somit Ali und Nigel nicht auf TV-table spielen durften. Erstaunlicherweise konnte Ali von einem 0-3 auf ein 4-3 und schliesslich 5-4 aufholen. Grosse Freude bei Nicole.

Freitag, 16.02.2007: Viertelfinale
Durch wohldurchdachte Planung von worldsnooker wusste leider keiner, welches Viertelfinale um welche Uhrzeit stattfinden sollte. Und natuerlich war es voellig nahe liegend, Ali und Andrew als erste um 10.00 Uhr spielen zu lassen, da beide am Abend zuvor die evening session gespielt hatten und als letzte fertig geworden waren mit ihren Matches. Erwartungsgemaess war das Viertefinale gegen Andrew das Ende von Alis Siegeszug – nicht ganz erwartungsgemaess war Andrews 147!
Weiter ging es nach zwei Stunden Pause (jaja, warum puenktlich anfangen, wenn das Fernsehen erst eine halbe Stunde spaeter uebertragen moechte!) mit Ronnie und Neil, die ja eh keiner, der ein Freitags-Abends-Ticket hatte, haette sehen moegen, und die man daher logischerweise Freitags um 14 Uhr spielen laesst.
Es folgten Steve und Anthony – zweiterer mit drei flotten, tollen frames zum Einstieg, aber leider hielt das nicht vor. Nicole vertrieb sich die Zeit zwischenzeitlich mit dem Versuch, die Namen aller top-32-spieler einfallen zu lassen – und hat sie sehr zum eigenen Erstaunen irgendwann tatsaechlich alle gewusst. Auf dem Snookertisch hatten sich in der Zwischenzeit keine wesentlichen Veraenderungen ergeben. Die Zeit zwischen den frames verbrachte man damit, sich ueber Anthonys zerstoerte Weste zu wundern, die zwei kleine Loecher am Ruecken und einen lieblos entfernten Aufnaeher vorne aufzuweisen hatte. Sabine fand ausserdem Zeit, sich zu fragen, wie Anthony es bewerkstelligt, nicht ueber seine viel zu langen Schnuersenkel zu fallen.
Nach einem 5-4 Sieg von Steve ergriff das Publikum die Flucht, um Nahrung aufzunehmen und vor allem die dank der gemuetlichen Stuehle schmerzenden Hinterteile und Beine zu entlasten. Nicoles Versuch, den armen Anthony zu troesten, war nicht wirklich von Erfolg gekroent.
Nach ausreichender Pause verteilte man sich in den oberen Raengen um das Murphy-Stephen Spiel anzuschauen. Immerhin konnte man dort gemuetlich sitzen oder bei Bedarf auch liegen und war weitab jeder Fersehkamera. Und siehe da, ausnahmsweise an dem Tag hat auch noch der richtige gewonnen (sagt jetzt nix von wegen ‚aber der Andrew hat’s verdient’, ‚ich wollte eh, dass Neil gewinnt’ und ‚schoen, dass Steve die Saison doch noch aufgewacht ist’!!!).
Halbtot am Hotel ankommende Nicole lief prompt auch halbtotem Anthony mit Anhang in die Arme und wurde vom Anhang ganz boese angeschaut – ob’s der Neid auf die Pizza in Nicoles Haenden oder der ‚oh nein, ein Groupie’-Blick war, liess sich nicht einwandfrei sagen.

Samstag, 17.02.2007: Halbfinale

Und da es ab dem Halbfinale feste Sitzplaetze gab, dachten Sabine und Nicole, erst spaeter als sonst da sein zu muessen. An sich eine nicht ganz dumme Idee, wenn man den Einlass etwas frueher als zehn Minuten vor Anstoss begonnen haette. So standen die Zuschauer bis auf die Strasse bzw. Baustelle Schlange, und zum Anstoss des ersten Frames waren leider noch nicht alle Zuschauer auf ihren Platzen. Wer will auch schon ein komplettes Match sehen?!
Immerhin fuehrte das spaete Losziehen am Hotel dazu, Anthony beim Auschecken verabschieden und demonstrativ den Schluessel als Beweis fuer das Nicht-Groupie-Sondern-Hotelmitbewohner-Sein abgeben zu koennen. Die Geister scheiden sich zur Frage, ob in Anthonys Kleiderbeutel eines oder mehrere Hemden zu waren – Sabine meint, mehrere gesehen zu haben, Nicole ist der festen Ueberzeugung, dass es nur eines war.

Sonntag, 18.02.2007: Finale

Fing unspektakulaer an und versprach eine kurze Evening Session. Was sich gluecklicherweise noch ganz gewaltig aenderte – aber vermutlich hat’s jeder gesehen oder zumindest gelesen und daher eruebrigt sich jeder weitere Bericht

23.2.07 10:00
 


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