Elfe



Trip nach Wales 29.09.06-03.10.06

Bin am Freitag Nachmittag von London nach Prestatyn los gefahren, wurde beim Umsteigen von Underground in den Zug gleich schon mal richtig nass geregnet, kam gegen halb neun in Prestatyn an und musste feststellen, dass alle Taxis leider schon weg waren. Glücklicherweise hatte der Regen aufgehört und irgendwann kam auch wieder ein Taxi am Bahnhof an um mich ins Feriendorf zu bringen. Beim Check-In ist mir dann gleich Jimmy Whites Manager mitsamt Jimmy und Mark King über den Weg gelaufen (und ich fragte mich, was der gute Mark eigentlich in Prestatyn will, hat sich aber in den naexten zwei Tagen rausgestellt: den anderen beim Arbeiten zuschauen und Spass haben) und als ich mein Zimmer bezogen hatte und einen Blick nach draußen wagte, erwies sich Paul als einer meiner Nachbarn zwei Zimmer weiter Und als einer der Menschen, die tatsächlich noch später da waren als ich, weil er ca. sieben Stunden Autofahrt hinter sich hatte – da war ich mit meinen viereinhalb Anreise mit Zug und Underground noch gut dran (ich wäre lieber auch noch mit Bus gereist, aber leider hatten sie die Bus-Route an der Uni vorbei am Freitag lahm gelegt, also bin ich halt mitsamt Rucksack zum Bahnhof gelaufen – ist keine Weltreise, aber mit dem fetten Rucksack hätte ich doch glatt in ein Busticket investiert. Naja).

Das Feriendorf ist übrigens ganz hübsch, muss auch direkt am Meer sein, denn ich habe es genau gehört. Ob des tollen Wetters hab ich mich aber nicht weiter als unbedingt notwendig draußen bewegt, sprich: auf keinen Fall aus dem Dorf raus und in Richtung Meer. Daher hab ich es leider nicht gesehen.
Sehr bezeichnend fand ich einen Zettel, den ich in meinem Check-In-Paket gefunden hab, auf dem stand, dass Pontins vor allem auf Familien ausgelegt ist und schlechtes Benehmen seitens der Snooker-Spieler und –Offiziellen sowohl von der WSA als auch von Pontins geahndet wird. *G*

Der Samstag fing aus meiner Perspektive ganz gut an, und zwar mit dem 10-Uhr-Match von Gerry gegen Barry Pinches, was Gerry souverän (okay, und dank miserablen Spiels von Barry) gewonnen hat. Weiter ging es später mit Pauls Match gegen Liang Wenbo, leider weniger erfolgreich. Gerry hat dann aber abends gegen Scott Mackenzie aber wieder gewonnen, immerhin.
Im Laufe des Tages sind mir noch so ein paar unerwartete Menschen begegnet wie Lee Richardson und Joe Swail – die mit dem gleichen Ziel wie Mark King da waren
Samstag Abend war Riesenparty im Pub (was recht erstaunlich war angesichts der Tatsache, dass das Feriendorf eigentlich gar nicht offen war, sondern nur für die Teilnehmer eines Netball-Turniers, eines Tanzwettbewerbs und des Snookers geöffnet war – hab die Dame, die meine Reservierung entgegen genommen hat, am Telefon schon belabern müssen, dass sie mich überhaupt reservieren lässt. Und dann musste ich gleich ganze sechs Nächte buchen) – allerdings waren nur die Snooker-Leute da, die entweder keinen großen Wert auf ihre Form am näxten Tag legten oder ausreichend Zeit hatten auszuschlafen oder eben eh nur zuschauen wollten Wo man Jimmy White jetzt einordnen mag, sei jedem selbst überlassen, der war jedenfalls da und hat sich riesig amüsiert – wer hätte auch anderes erwartet!

Sonntag Morgen war ich todmüde, leicht verkatert, aber immerhin pünktlich zu Pauls näxtem Match anwesend – hat nur leider nicht viel geholfen, Paul hatte trotzdem Pech und einen recht übermächtigen Gegner (an meinem mangelnden support lag es wirklich nicht!!!). Nach dem Match hab ich draußen in der Sonne (!) dann auch Jimmys Manager (ohne Jimmy), Lee (beide immer noch betrunken und noch nicht verkatert) und Joe (unverschämt fit, wenn auch über Kopfschmerzen jammernd) getroffen – Lee hatte leider seine Supporter-Pflichten verletzt und Matthew Couchs Match glatt verpennt. Dieser meinte dann auch ‚Guten Morgen. Danke fürs Supporten.’, als er Lee draußen gefunden hatte *G*
Match-mäßig ging es nachmittags weiter mit Paul gegen Gerry, was Paul unverschämterweise dann auch gleich noch gewonnen hat. Allerdings mit kleinen Hindernissen in Form eines Feueralarms. Wir sind alle also erst mal raus getingelt und wurden dann von der Halle weg gescheucht auf den Parkplatz gegenüber – natürlich fing es in dem Moment an zu regnen. Was tun also die lieben Snooker-Spieler? Bringen ihre cues in ihren Autos in Sicherheit, stehen dann ein wenig planlos rum und tratschen und als die Feuerwehr kommt, gehen sie doch alle lieber mal schauen, ob wirklich was brennt und es was zu sehen gibt. Ich hab mir von Paul berichten lassen, dass es wirklich brannte und hell in Flammen stand
Als es dann RICHTIG angefangen hat zu regnen, haben sich die Herren zu ihren cues in die Autos geflüchtet, und irgendein netter Mensch hatte Einsehen, dass wir anderen (sprich, einige missgelaunte Refs, Eltern und vor allem haufenweise Kinder in kurzen Kostümen, die natürlich übel gefroren haben), als wir ausreichend nass waren, zurück in die Zimmer durften, die eigentlich bei einem Feueralarm geräumt sein müssen. Zwei Stunden später ging das Match dann weiter, wurde von Paul dann auch sicher gewonnen. Ich frag mich nur, warum mir alle unterstellt haben, ich hätte das Feuerchen gelegt Gebrannt hat ärgerlicherweise wohl eine Umkleide zwischen Pub und Bar, was den Betrieb von beidem leicht eingeschränkt hat (vor allem das Abendessen im Pub war gestrichen, weil kein Strom aufzutreiben war).

Montag Morgen fing ganz schlecht mit einer Niederlage von Gerry an, ging dann netterweise mit einem Sieg von Paul weiter und später am Nachmittag folgte ein Überraschungs-Sieg von Gerry. Hurra. Der Tag war also gerettet. Ansonsten war der Montag verdächtig ruhig und das Camp sehr leer, da die Tänzer und Netball-Spieler alle wieder weg waren. Hat sich leider auch in den Vorräten des Supermarktes bemerkbar gemacht, die wegen der paar Menschlein, die noch übrig waren, ja nicht extra aufgefüllt zu werden brauchten Montag Abend hab ich noch einen letzten Versuch gestartet, zum Strand zu laufen, wurde aber auf halber Strecke geduscht und hab aufgegeben und mich für den Rest des Abends in meinem auch nicht besonders gut (genau genommen: gar nicht) geheizten Zimmer unter der (immerhin großen, weil für zwei Leute gedachten) Bettdecke vergraben.

Dienstag war für mich Check-Out und da hab ich festgestellt, dass meine Vormieter versehentlich meinen Strom mit bezahlt hatten. Wie nett. Ich hatte mich schon gewundert, dass ich Strom habe, obwohl ich noch gar keine Karte in den Zähler gebaut hatte Match-mäßig hat Gerry sich ganz gut gehalten und gewonnen, Paul allerdings völlig unverständlicherweise verloren Gegen Peter Lines, von dem ich eigentlich dachte, dass er der einfachste Gegner in der Gruppe sein dürfte, nachdem ich ihn mal spielen gesehen hatte – schöner Mist. Den Rest des Tages hab ich dann bis meine Abreise angesagt war damit verbracht, der Turnierleitung Gesellschaft zu leisten. Der von mir eigentlich schon wieder abgereist geglaubte Lee tauchte im Lauf des Tages auf – war am Montag leider zu verkatert gewesen um sich aus dem Bett zu bewegen. Hat allerdings genauso erfolglos supportet wie ich, der Herr Couch ist auch untergegangen. Tröstlich zu wissen, dass es anderen genauso geht. Auf dem Weg nach draußen zu meinem Taxi ist mir auch der gute Joe noch mal über den Weg gelaufen, der halt noch mal vorbei schauen wollte und behauptet hat, er habe jetzt so fleißig trainiert (meine Frage, ob’s auch noch erfolgreich war, hat er geflissentlich überhört, was ich mal als ein ‚nein’ gewertet habe – dies nur als Information am Rande, falls jemand Wetten für die Irish Professional abschließen möchte ), dass er ja noch mal einen Abend zum Zuschauen frei nehmen könnte.
Meine Heimreise war ganz okay, bis ich nach London kam. Eigentlich hätte ich gut mit der Hammersmith&City Line bis Hammersmith fahren können und dann in die District Line umsteigen. Schöne Idee, aber H&C Line fuhr nicht. Gut, man ist ja flexibel und fährt dann nach Victoria um dort in die District Line umzusteigen. Bis man feststellt, dass keine District Lines fahren, wegen irgendwelcher Probleme mit den Signalen… na toll. Als dann doch eine District Line los fuhr, brauchte die Ewigkeiten und erklärte nach ein paar Stationen, dass es noch dauert, bis wir weiterfahren können und doch bitte alle in die Piccadilly Line umsteigen sollen… also nach einigem Hin und Her bin ich mit der P-Line nach Hammersmith gefahren um dort festzustellen, dass entgegen aller Anzeigetafeln die P-Line leider nicht ausnahmsweise an ‚meiner’ Haltestelle hält (was sie früh morgens und spät abends tut, und es war inzwischen meiner Meinung nach durchaus spät genug!), und ich dann halt doch wieder auf eine D-Line warten musste. Und so braucht mal einmal quer durch London halb so lang wie von Wales nach London…

7.10.06 22:10
 


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